Mit Ihrem Besuch auf stunobo.de stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.

Dell Latitude 5490 im Test

Verfasst von DP-Stunobo 01.04.2018 0 Kommentare Testberichte,

Dell Latitude 5490 im Test

 

Dell Latitude 5490 im Test

 

Was taugt der neue Business Laptop mit Kaby Lake Refresh von Dell?

 

Anders als beim Vorvorgänger Dell Latitude E5470, welchen wir bei stunobo ebenfalls getestet haben, hat Dell den Buchstaben „E“ aus dem Modellnamen entfernt. Schlicht, sicher, robust und auf Businessbedürfnisse konzentriert war stets das Kredo von Dell für die Latitude Serie. Die gleichen Anforderungen erfüllt auch das Latitude 5490, wobei dem neuen Vertreter aus dem Haus Dell einiges noch besser gelingt, als den Vorgängergenerationen.

 

Ob sich ein Update auf die neueste Modellreihe von Dell für Studenten oder Doktoranden lohnt, verraten wir Ihnen in diesem Testbericht. Den Testbericht haben wir wie folgt aufgebaut: anstatt vollständig die Spezifikation zu beschreiben, werden wir zunächst die größten Änderungen, die als Kaufgrund dienen können, beschreiben. Anschließend folgt die Auflistung der zur 7. Generation der Latitudereihe nicht oder nur minimal veränderten Spezifikationen.

 


 

Prozessorupdate – Kabylake Refresh im Dell Latitude 5490

 

Eine der wichtigsten Neuerungen ist sicherlich der neu eingesetzte Prozessor. Je nach Konfiguration können Sie z. B. in den günstigsten Ausstattungsvarianten den Intel i5-8250U und in den besseren Ausstattungsvarianten mit einer SSD gepaart einen etwas höher getakteten Intel i5-8350U wählen. Beide Prozessoren besitzen einen entschiedenen Vorteil gegenüber dem Skykale Vorgänge E5370. Anstatt mit zwei Kernen zu rechnen, kann der verbaute Intel i5-8250U mit vier Kernen parallel rechnen.. Im Vergleich zu den Vorgängermodellen ist die CPU im Schnitt z. B. beim Cinebenchtest deutlich schneller. Für die gestiegene Schnelligkeit sorgt auch die endlich auch im I5 Prozessor enthaltene Hyperthreading Funktionalität. Damit kann der Prozessor praktisch sogar bis zu 8 Prozesse parallel verarbeiten. Dafür fällt leider der Takt geringer aus und liegt bei rund 3,6 Ghz. Nach rund einer halben Minute unter Volllast ist der maximale Turbotakt allerdings ausgeschöpft und die CPU wird auf maximal 2,8 Ghz heruntergedrosselt. Wenn nicht an die Steckdose oder die Dockingstation angeschlossen, wird die CPU um weitere 50% gedrosselt.

 

Wer sich für die Ausstattungsvariante mit dem Intel i5-8250U entscheidet, erhält den maximalen turboakt von rund 3,4 Ghz.

 

Insgesamt liegt die Leistung des neuen Prozessors im Dell 5490 beim Multithread Test fast doppelt so hoch wie beim Dell E5470 und beim Single Thread Test ist die Leistung aufgrund der niedrigeren Taktung rund 10% geringer.

 

Insgesamt ist die Leistung des neuen mobilen Kaby Lake Refresh Prozessors von Intel sehr hoch zu bewerten und liegt nur knapp hinter dem Intel i7-7700HQ, der in Gaming Notebooks und Workstations verbaut wurde. Durch den neuen Prozessor macht der Dell Latitude 5490 einen großen Sprung nach vorn, verglichen mit den Vorgängermodellen.

 


 

Neue Display Panels im Latitude 5490 - endlich Full-HD Auflösung bei jeder Ausstattung

 

Die zweite große Änderung des Dell Latitude 5490 im Vergleich zu den Vorgängermodellen betrifft das verbaute Display. Endlich hat sich Dell von den HD Displays verabschiedet und verbaut sogar beim günstigsten Modell ein Full-HD Panel. Dafür wurde sogar der Displaylieferant ausgetauscht – inzwischen sind die Panels nicht mehr von LG, sondern es stamm von AU Optronics. Das IPS Panel bietet auch eine gute Blickwinkelstabilität. Es ist eine aus unserer Sicht wichtige Änderung, denn die Displays von Dell haben bereits seit dem Latitude E5470 im Vergleich zu Lenovo immer schlechter abgeschnitten. Obwohl Business Notebooks oftmals auf Schreibtischen an Dockingstations ihr Dasein verbringen, ist bei mobilem Einsatz durch den Wechsel zwischen einem externen Full-HD Monitor und dem HD Panel der Vorgänger immer wieder zur Unordnung auf dem Desktop und nerviger Verschiebung von Icons gekommen. Dank dem neuen Panel sind diese Unannehmlichkeiten endlich auch bei Dell passé.

 

Doch es wäre zu einfach sich endlich über die FullHD Auflösung zu freuen. In unserem Test ist uns der extrem kontrastarme und farbuntreue RGB-Farbraum des neuen Panels aufgefallen. Obwohl die Auflösung inzwischen unabhängig von der Ausstattungsvariante ein scharfes Bild in Full-HD liefert, haben sich die Farbraumwerte gegenüber dem Dell Latitude E5470 verschlechtert. Das eingebaute Display des Dell Latitude 5490 deckt gerade mal 54,4% des RGB-Farbraums ab und verliert dabei deutlich gegen jegliche Konkurrenz – sowohl Business Notebooks von Lenovo, als auch Business Notebooks von HP  oder auch Acer mit seiner Travelmate Reihe liefern bessere Farbwerte und Kontraste. Lediglich der Schwarzwert ist gegenüber dem Vorgänger besser geworden und sieht jetzt tatsächlich „schwärzer“ aus.

 

Neben dem Farbraum hat durch den Einsatz des neuen Displaypanels auch die Helligkeit gelitten. Obwohl die Konkurrenz eine Helligkeit von 250 cd/m² (Acer) oder gar 300 cd/,² (Lenovo, HP) bietet, zeigt die maximale Helligkeitsstufe beim neuen Panel im Dell Latitude 5490 eine durchschnittliche Helligkeit von rund 210 cd/m². Dieser Wert zeigt leider sogar eine minimale Verschlechterung gegenüber den Vorgängermodellen von Dell und es ist unverständlich warum Dell bei so einem wichtigen Kaufkriterium für viele Nutzer die mobil unterwegs sind spart. Das schlechte Panel ermöglicht nämlich keine Arbeit draußen und abseits der Officearbeit macht das farbarme Display weder beim Konsum von Videos, noch beim Surfen oder bei der Fotobearbeitung Spaß.

 

Einen positiven bringt das dunkle Panel dennoch mit sich und sollte nicht unerwähnt bleiben. Durch die geringe Helligkeit im Betrieb wird die ohnehin schon großzügige Akkulaufzeit der Dell Latitude Notebooks noch besser. Auch bei realer Nutzung schafft das eingebaute 68 Wh Akku eine Laufzeit von fast 15 Stunden. Das ist ein Spitzenwert und kürt das Dell Latitude 5490 in dieser Disziplin gemessen an der Konkurrenz zum Sieger.

 


 

Marginale Änderung beim Latitude 5490 – neuer SSD Hersteller

 

Bei Dell war es grundsätzlich immer schon so, dass die unterschiedlich ausgestatteten Modelle auf unterschiedliche Massenspeicherhersteller gesetzt haben. So war es in unserem Testmodell des Dell Latitude E5470 eine von Intel eingebaute SSD. Andere Nutzer haben teilweise auch Modelle mit einer SSD von LiteOn erwischt. Bereits im Dell E5470 waren die eingesetzten SSDs im M.2 Formfaktor und über SATA mit dem System verbunden. Dadurch landeten damals die Modelle bei den Lese- und Schreibgeschwindigkeiten hinter Lenovo ThinkPad Notebooks oder den HP Notebooks mit einer SSD von Samsung. Das Dell Latitude 5490 ist nur marginal anders. Die eingesetzte SSD liefert zwar auch gute Werte, die sich kaum vom Vorgänger unterscheiden und ist ebenfalls im M.2 Formfaktor und über SATA angebunden. Die SSD stamm diesmal aber vom Hersteller Toshiba. Wir werten es als eine qualitative Verbesserung, wenn auch eine Anbindung über SATA inzwischen bei teuren Notebooks nicht mehr ganz dem Stand der Technik entspricht. Dadurch ist die SSD an sich nur mittelmäßig, vergleicht man die Geschwindigkeiten mit aktuellen Business Notebooks von Lenovo.

 


 

Marginale Änderungen am Gehäuse

 

Im Vergleich zum Vorvorgänger Modell E5470 wurde der Lüftungsschlitz auf die Rückseite verbannt. Dadurch wird die Luft nicht mehr seitlich herausgeblasen. Der VGA Anschluss befindet sich dafür jetzt nicht mehr hinten, sondern auf der rechten Seite zusammen mit dem Kensingtonschloss, einem USB 3.1 Anschluss, sowie dem Klinkenanschluss für Kopfhörer und Mikrofon.

 

Auf der linken Seite befindet sich der neu hinzugekommene USB Typ C Anschluss, der auch Displayport unterstützt, ein USB 3.1 Anschluss und ein SD-Kartenleser.

 

Auf der Rückseite befinden sich in den Scharnieren die Ethernet Büchse und der Stromanschuss. Dazwischen sind der SIM-Slot, ein HDMI Anschluss und ein USB 3.1 Anschluss.

 

An der Tastatur fehlt der Pointstick.

 


 

Was sich beim Dell Latitude 5490 nicht verändert hat

 

Wie bereits beim Vorgänger und Vorvorgänder Dell Latitude §5470, präsentiert Dell beim 5490 Latitude einen sehr schnellen Kartenleser und den tollen Fingerabdruckscanner, der mit Windows Hello kompatibel ist.

 

Ebenfalls unverändert ist das gewohnt präzise Touchpad mit zwei Extratasten. Die Präzision ist exzellent und die Klickgeräusche sind leise.

 

Die Tastatur ist bis auf den fehlenden Pointstick ebenfalls unverändert. Die Anschlaggeräusche sind leise und die Tastatur bietet angenehm große und langlebige Tasten im 14mm Format. Wir haben im Test zudem kein Durchbiegen der Tastaturplatte fühlen können. Ein Numpad ist ebenfalls wie im Vorgängermodell nicht vorhanden.

 

Die Bodenplatte lässt sich im Dell Latitude 5490 komplett entfernen und darunter lassen sich das WLAN Modul, das eingebaute Akku, sowie die SSD austauschen, der Lüfter reinigen und der Arbeitsspeicher erweitern.

 

Insgesamt ist das Gehäuse Dell-typisch hochwertig und robust und entsprechen dem Falltest des US Military Standards. Die Verarbeitung ist makellos und die Wartung ist grandios einfach. Das einzige Manko bleibt weiterhin die hohe Fingerabdruckfreudigkeit des magnesiumlegierten Gehäuses, welches aber deutlich hitzebeständiger ist als die Aluminiumverarbeitung.

 

Die Geräuschemissionen Dell Latitude 5490 sind sehr gering. Im Idle ist das Business Notebook fast geräuschlos und der Lüfter brüllt nur auf wenn hohe Last für mehr als nur ein paar Sekunden anfällt. Dabei ist der Lüfter relativ Laut und lauter als der Thinkpad, aber leiser als die Vorgängergeneration. Coil Whip trat in unserem Testgerät nicht auf.

 

Die Garantiebedingungen haben sich für das Dell Latitude 5490 ebenfalls nicht verändert. Es gilt eine Grundgarantie von 1 Jahr und gegen Aufpreis lässt sich die Garantie durch Dell auf bis zu 5 Jahre verlängern.

 

Ebenfalls kaum verändert haben sich der Arbeitsspeicher und die einbaute Onboard-Grafikkarte. Durch 8GB DDR4 Arbeitsspeicher ist das Dell Latitude 5490 Notebook für jegliche Office- und Büroszenarien gut gerüstet. Lediglich für virtuelle Maschinen oder Simulationen sind 16GB empfehlenswert, die über die abnehmbare Bodenplatte nachrüstbar sind. Auch die Intel UHD 620 Grafikkarte ist faktisch mit dem Vorgängermodell identisch und liefert keine wahnsinnig hohe Performance. Entspanntes Gaming ist bis auf ältere Titel und Retro Games auf dem Dell Latitude 5490 nicht möglich, wobei durch die Arbeitsspeicheraufrüstung sich die Leistung der Onboard-Grafikkarte noch um rund 10-15% durch den Dual-Channel Betrieb mit 16GB RAM steigern ließe.

 


 

Testurteil - darum lohnt sich ein Dell Latitude 5490

 

Dell Latitude 5490-TD70X 14 Zoll Notebook | Intel Core i5-8350U, 8GB, 512GB SSD, FullHD | Schwarz

Dell Latitude 5490-TD70X 14 Zoll Notebook | Intel Core i5-8350U, 8GB, 512GB SSD, FullHD | Schwarz

Bewertung

sehr gut

Das Dell Latitude 5490 ist insgesamt ein gelungenes Notebook für Geschäftsleute, Studenten und Doktoranden. Die Performance ist durch den Vierkernprozessor mit Hyperthreading deutlich höher als bei den älteren Modellen und das Hitzemanagement und die Drosselung der Leistung sind besser gelöst als bei Lenovo. Auch das Panel weist endlich eine Full-HD Auflösung aus, obwohl es aufgrund des geringen Farbraums und der schwachen Helligkeit sich empfiehlt mit einem externen Bildschirm zu arbeiten. Die sonstige kaum geänderte Ausstattung ist Dell-typisch hochwertig und extrem robust. Die Akkulaufzeit ist beim Dell Latitude 5490 die höchste in der Kategorie. Wir hätten uns bei der neuen Latitude Serie noch zusätzlich eine NVMe-PCIe Anbindung der SSD gewünscht und eine Thunderboltschnittstelle. Auch ein Touchdisplay fehlt im deutschsprachigen Raum. Wer ein leistungsfähiges Notebook mit hervorragenden buchbaren Supportmöglichkeiten und guten Akkulaufzeiten für die nächsten Jahre benötigt, kann trotz des schwachen Panels zum Dell Latitude 5490 nach Testurteil von Stunobo greifen – vorausgesetzt es ist ein Modell mit SSD.

Schnelle Prozessoren mit Hyperthreading

SSD von bekannten Herstellern wie Toshiba verbaut

Genügend Arbeitsspeicher für Alltag

Leichte Wartung

Großzügiger Support gegen Aufpreis

Hervorragende Akkulaufzeit

Geringe Geräuschemissionen

Sehr gute Eingabegeräte

180-Grad Scharniere

Hochwertige Verarbeitung

Passables Gewicht

Dunkles und farbarmes Displaypanel

SSD nur mit SATA angebunden

Thunderbolt Schnittstelle fehlt

Relativ laut unter Last

 

Das Dell Latitude 5490 ist insgesamt ein gelungenes Notebook für Geschäftsleute, Studenten und Doktoranden. Die Performance ist durch den Vierkernprozessor mit Hyperthreading deutlich höher als bei den älteren Modellen und das Hitzemanagement und die Drosselung der Leistung sind besser gelöst als bei Lenovo. Auch das Panel weist endlich eine Full-HD Auflösung aus, obwohl es aufgrund des geringen Farbraums und der schwachen Helligkeit sich empfiehlt mit einem externen Bildschirm zu arbeiten. Die sonstige kaum geänderte Ausstattung ist Dell-typisch hochwertig und extrem robust. Die Akkulaufzeit ist beim Dell Latitude 5490 die höchste in der Kategorie. Wir hätten uns bei der neuen Latitude Serie noch zusätzlich eine NVMe-PCIe Anbindung der SSD gewünscht und eine Thunderboltschnittstelle. Auch ein Touchdisplay fehlt im deutschsprachigen Raum.

 

Wer ein leistungsfähiges Notebook mit hervorragenden buchbaren Supportmöglichkeiten und guten Akkulaufzeiten für die nächsten Jahre benötigt, kann trotz des schwachen Panels zum Dell Latitude 5490 nach Testurteil von Stunobo greifen – vorausgesetzt es ist ein Modell mit SSD. Für ein Studium empfehlen das Modell mit dem Intel i5-8350U und der 512GB SSD. Diese Ausstattung sorgt für genügend Speicherkapazitäten für die Laufzeit des Studiums oder der Promotion und der höhere Turbotakt wird sich auch in diversen Szenarien und vor allem im Alter auszahlen.

Kommentar hinterlassen

Loading...
Loading...
Loading...